Til Schweigers Kontrollzwang: Ein Interview ist KEIN Drehbuch!

Er findet es absurd, dass ich ihm versuchte Pressezensur vorwerfe. Es gäbe furchtbare Interviews von ihm, weil er das früher nicht gemacht hätte, lässt sich Schauspieler und Filmproduzent Til Schweiger als Reaktion auf meine Presseerklärung auf stern.de zitieren. Weiterlesen

Ein Seniorenmitwirkungsgesetz für Hamburg!

Mehr Alter wagen! hat die Linksfraktion einen ihrer Schwerpunkte dieses Jahres genannt. Das Europäische Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen hat den über 60-Jährigen in Hamburg ein Seniorenmitwirkungsgesetz beschert – das diese Woche in der Bürgerschaft verabschiedet wurde.

Die Linksfraktion hatte ihr Engagement dazu bereit Mitte 2011 angekündigt. Vorausgegangen war dem die Große Anfrage Gesundheit Älterer Menschen. Diese Woche wurde das Seniorenmitwirkungsgesetz für Hamburg von der Bürgerschaft verabschiedet. Hier kann die Rede, die ich dazu gehalten habe, angehört und -geschaut werden: Youtube

Der Senat hatte Anfang des Jahres einen Gesetzentwurf in die Bürgerschaft eingebracht, es fand einen ExpertInnenanhörung statt. Anfang Mai veranstaltete die BASGO, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisatoren, ihren alle zwei Jahre stattfindenden Seniorentag in Hamburg.

Erstmals sind jetzt die Mitwirkungsrechte der Seniorinnen und Senioren gesetzlich geregelt. Hamburg ist damit das dritte Bundesland nach Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, das so ein Gesetz hat. Und das ist gut so.

Weniger gut finde ich, dass der Senat und auch Bürgerschaft versäumt hat, weitgehende und durchsetzungfähige Rechte für die Seniorenbeiräte zu verankern, die eine angemessene Teilhabe wirklich absichern. Wir haben das Recht auf schriftliche Stellungnahmen gefordert, das Recht auf Sprechstunden, das Recht, in bürgerschaftlichen Ausschüssen zu reden, das Recht auf Sachverstand und dass abgesichert wird, dass die Protokolle der Sitzungen von der Verwaltung geschrieben werden.

Außerdem müssen die Kosten klar geregelt werden. Wer eine Minirente hat, kann das Ausdrucken der Unterlagen zuhause, die Fahrten zu Sitzungen, Seminaren der Sprechstunden nicht finanzieren. Hier hält sich das Gesetz sehr allgemein, Ansprüche lasen sich nicht ableiten, auch wenn z.B. Sprechstunden stattfinden. Dass die Bürgerschaft einen Tätigkeitsbericht erhält, aber die Aktiven selbst nicht dazu reden können, finde ich rückschrittlich. Schade.

Ich habe am Ende meines Redebeitrages am Mittwoch der Senatorin vorgeschlagen, den Namen der Behörde und damit auch ihren Titel um Senioren zu erweitern und bin gespannt, ob diese wichtige Würdigung aufgegriffen wird. Leider habe ich eher den Verdacht, dass alle froh sind, dass das Jahr der Senioren in wenigen Wochen zu Ende geht und damit die Beiräte sich selbst überlassen werden.

Vor dem Hintergrund wachsender Altersarmut – fast 20.000 Menschen über 65 Jahre sind in Hamburg bereits auf Grundsicherung angewiesen, ist das eine verschenkte Möglichkeit gewesen.

Ein Seniorenmitwirkungsgesetz für Hamburg!

Mehr Alter wagen! hat die Linksfraktion einen ihrer Schwerpunkte dieses Jahres genannt. Das Europäische Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen hat den über 60-Jährigen in Hamburg ein Seniorenmitwirkungsgesetz beschert – das diese Woche in der Bürgerschaft verabschiedet wurde. Weiterlesen

Zensurversuch: NDR muss Interviews ohne Einschränkungen zulassen

Nach der Vorstellung des neuen „Tatort“-Ermittlerteams des NDR am Donnerstag druckte die Hamburger Morgenpost kein Interview mit dem Hauptdarsteller Til Schweiger. Auch das Hamburger Abendblatt nicht. Weiterlesen

Zensurversuch: NDR muss Interviews ohne Einschränkungen zulassen

Nach der Vorstellung des neuen „Tatort“-Ermittlerteams des NDR am Donnerstag druckte die Hamburger Morgenpost kein Interview mit dem Hauptdarsteller Til Schweiger. Auch das Hamburger Abendblatt nicht. Die Mopo teilte mit, dass ein Interview nur unter der Voraussetzung möglich gewesen wäre, dass verbindlich erklärt würde, dass alle Zitate einschließlich des jeweiligen Umfelds bzw. des jeweiligen Kontextes zum Gegenlesen vorgelegt werden – auch Überschriften, Bildunterschriften, Zwischenüberschriften. Weiterlesen

PR-Gag: Alsterfontäne in pink

In diesen Tagen spritzt die Fontäne auf der Aster pink gefärbt in den Hamburger Himmel. Eine Aktion, die auf das Mammografie-Screening aufmerksam machen und dafür werben soll. Mit der Kampagne „Hamburg wird Pink“ werden wieder einmal große Summen in eine Werbekampagne gesteckt. Die Möglichkeit den Frauen endlich eine informierte Entscheidung zu ermöglichen, bleibt wie schon seit Jahren auf der Strecke. Mammografie hat bis heute nicht unter Beweis gestellt, dass das Leben von Frauen durch sie gerettet wird. Fälschlicherweise gehen Frauen sogar oft davon aus, dass es sich um eine Vorsorge handelt. Fakt ist: Mammografie verhindert keinen Krebs! Weiterlesen

Ende der Entgeltdiskriminierung – Initiative der Linksfraktion

Seit sechs Jahren gilt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Es soll vor Diskriminierung schützen. Die Erwartungen haben sich nicht erfüllt: Vor allem beim Entgelt werden Frauen und Männer nach wie vor beschämend unterschiedlich behandelt: Der DGB Nord stellte jetzt einen Gender Pay Gap von 28 Prozent fest. Weiterlesen

Charta der Gleichstellung: Senat muss Beschluss der Bürgerschaft endlich umsetzen

Ein wichtiger Beschluss der Bürgerschaft scheint den SPD-geführten Senat nicht sonderlich zu interessieren, obwohl dieser mit den Stimmen der SPD-Fraktion zustande kam:  Weiterlesen

Vorwürfe gegen „pflegen & wohnen“ umgehend aufklären

Jüngsten Berichten der ARD-Sendung Panorama und von Bild zufolge ist es in Heimen von pflegen & wohnen zu Misshandlungen und Vernachlässigungen von Bewohnerinnen und Bewohnern gekommen. Konkret sollen Notknöpfe nicht erreichbar gewesen und keine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ermöglicht worden sein. Der Medizinische Dienst bezweifelt nunmehr laut Medienberichten, dass seine Befragungen der Bewohnerinnen und Bewohner korrekt gelaufen sind. Weiterlesen

Glücksspielsucht bei Frauen

Es gibt Gesundheits- und Sozialthemen, die sortiert man gedanklich sofort einem Geschlecht zu. Obdachlose: Männlich. Alleinerziehende: Weiblich. Lungenkrebs: Männlich. Essstörungen: Weiblich. Saufen: Männlich. Brustkrebs: Weiblich. Stereotypen stimmen in der Regel nie, übrigens auch beim Brustkrebs nicht. Auch Glücksspiel wird als überwiegend männliches Thema definiert. Weiterlesen