Ein Wochenende in Berlin

Verdammt, ich habe eigentlich überhaupt keine Zeit. Und nun bin ich in Berlin, in einem Hotel am Alexandersplatz (Zimmer zum Hof, ein Glück!). Es findet ein Bundestreffen der AG betrieb & gewerkschaft statt, mein Zusammenschluss in der Linken. Regelmäßig treffen wir uns, kommen aus allen Bundesländern zusammen (Sind die Bayern diesmal eigentlich dabei?). Weiterlesen

Eine Frage der Gerechtigkeit

Einige der Demonstranten waren ziemlich aufgeregt. Weil viele Spielkameraden da waren und sie trotzdem an der Leine bleiben mussten. Die Zweibeiner hatten aufgerufen, für ein besseres Hundegesetz in der Innenstadt zu protestieren.

Das Hundegesetz, das in Hamburg seit sechs Jahren gilt, ist das schärfste in Deutschland. Es kategorisiert elf Hunderassen als gefährlich, Mischlinge eingeschlossen. Vier dieser Rassen gelten zudem als unwiderlegbar gefährlich. Das heißt: Selbst wenn sie einen Wesenstest bestehen, dürfen sie nur mit Maulkorb und Leine auf die Straße und in die Parks. Weiterlesen

Mehr Männer in Kitas – eine feministische Kritik

Meine Rede in der Hamburgischen Bürgerschaft am 29. August 2012, zum Antrag der CDU Kinder und Jugendliche brauchen auch männliche Vorbilder – Mehr Männer in die Hamburger Kitas, habe ich für eine feministische Kritik genutzt. Keine/r meiner Vorredner_innen hatte sich ernsthaft damit auseinandergesetzt, welche Folge die Erhöhung des Männeranteils bei den Erzieher_innen für die Frauen und die Kinder hat. Hier ist meine Rede nachzulesen, die hier auch angeschaut und -gehört werden kann. Weiterlesen

Eine Fahrkarte und eine Taxiquittung

Wer seinen Arbeitgeber betrügt, fliegt. Dann nutzt selbst ein Betriebsratsmandat nichts. Die Firma Neupack mit ca. 200 Beschäftigten will ihren Betriebsratsvorsitzenden Murat Günes fristlos kündigen, weil er eine falsche Zugfahrkarte und eine dubiose Taxiquittung abrechnen wollte. Betrug!
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Männers Leib & Seele

Wie gesund bist du, Mann? Der durchschnittliche Kerl klagt wenig. Es sei denn, er sieht seine Leistungsvermögen beeinträchtigt. Der Körper hat zu funktionieren. Schwach darf sich ein Junge oder ein Mann auch heute noch nicht zeigen. Die Folgen sind dramatisch, denn Männer leben risikoreich und sterben deswegen um viele Jahre eher als Frauen: Rauchen, Trinken, harte Drogen, schwere und gefährliche Berufe, Suizide … bei all diesen Dingen haben sie immer höhere Werte als Frauen. Männer werden auch anders krank als Frauen. Nehmen wir nurmal ihren schwachen Unterleib (Leistenbruch). Sie haben auch Krankheiten, über die sie NIE sprechen (Brustkrebs). Sie werden – wie Frauen auch – operiert, obwohl es oft nicht nötig ist (Prostata). Weiterlesen

Radelnd gegen Gewalt

Das fünfte Jahr in Folge veranstalten die Autonomen Frauenhäuser Hamburgs einen Benefizlauf um die Alster. 400 Anmeldungen gab es, 200 kamen noch einmal spontan dazu – was für ein großer Erfolg! Nachdem ich letztes Jahr einfach zu untrainiert war, um mitzulaufen – und stattdessen am Ziel alle Läuferinnen und Läufer abgelichtet habe – bin ich dieses Jahr, immer noch untrainiert, mit dem Fahrrad mitgefahren. Ganz einfach, dachte ich. Denkste. Weiterlesen

20 Jahre Geburtshaus!

Im Rathaus fand heute der übliche Familientag statt. Aber vorm Rathaus versammlten sich andere Familien, die deswegen nicht gekommen waren: Zusammen mit ihren Hebammen waren sie gekommen, um den 20. Geburtstag des Geburtshauses zu begehen und auf die miserable gesundheitspolitische Situation aufmerksam zu machen: Freie Hebammen arbeiten für viel zu wenig Geld, die freie Wahl des Geburtsortes ist anhaltend schwierig, die Bedingungen zum Kinderkriegen wenig optimal: Jede dritte Geburt endet heute mit einem Kaiserschnitt! Weiterlesen

Vorsicht, Pink!

An welches Geschlecht denken Sie bei der Frage pink? Wenn Sie an Mädchen denken, hatte die penetrante Strategie der Spielzeug-, Kleidungs- und Werbeindustrie Erfolg: Seit Jahren werden Geschäfte, die Kindersachen verkaufen, in zwei Farbwelten aufgeteilt: rosa für das Mädchen, hellblau für den Jungen. Ü-Eier, Schultüten, Playmobil, Lego – die Kinderwelt teilt sich in zwei Farben. Bereits Babys können sich nicht wehren, farblich kategorisiert zu werden. Alles ganz niedlich? Von wegen. Mit den Farbgebungen werden gleichzeitig Rollenklischees transportiert. Weiterlesen

So wird „die Wirtschaft“ in Hamburg gepampert

Wirtschaftsförderung wird in Hamburg groß geschrieben – und mit Millionen Euro aus Steuereinnahmen finanziert. Was dabei rumkommt, wurde den Abgeordneten im Wirtschaftsausschuss in umfangreicher Rhetorik dargestellt – fast möchte man glauben, alles ist seriös geplant, effektiv im Einsatz und durchkalkuliert im Sinne der sparsamen Verwendung öffentlicher Gelder. Weiterlesen

Schwangerschaftskonfliktberatung: Trickst der Senat?

Ist bei der Vergabe von Geldern für die Schwangerenkonfliktberatung alles mit rechten Dingen zu gegangen? 280.000 Euro wurden letztes Jahr auf die sechs Beratungsstellen in Hamburg verteilt – allerdings wurden die Einrichtungen mit sehr unterschiedlichen Beträgen bedacht. Das offenbart der Einzelplan 5 der Gesundheitsbehörde, der den geplanten Doppelhaushalt für die Jahre 2013 und 2014 abbildet.
So steigen die Zuwendung von 2011 auf 2013 für das Familienplanungszentrum (FPZ) um nur zehn Prozent, die größte und best besuchte Einrichtung, Pro Familia, muss sich sogar mit einer nur fünfprozentigen Erhöhung zufrieden geben. Für den Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) Wartenau und für die Caritas steigen die Zunwendungen um je sieben Prozent. Der SKF Altona erhält 21 Prozent mehr und das Diakonische Werk darf sich über eine satte 33-prozentige Steigerung freuen! Weiterlesen