Die CDU-Fraktion lobt die angebliche unstrittige erfolgreiche Arbeit des Deutschen Instituts für Suchtfragen des Kinder- und Jugendalters (DKSKJ) und behauptet, dass das Institut durch die geplante Kürzung der Grundfinanzierung vor dem Aus stehen würde. Nach meiner Auffassung führt die CDU eine unseriöse Scheindebatte: Aufgrund von Drittmitteln und der Finanzierung durch das UKE droht dem Institut nicht das Aus – es werde nur die nicht nachvollziehbare finanzielle Bevorzugung des DKSJ gegenüber anderen Suchtforschungseinrichtungen beendet. Außerdem gäbe es auch viel Kritik an den Methoden des DKSKJ und an dem über das Zentrum erstellten Gutachten. Dies alles verschweigt die CDU.
Große Anfrage „Notaufnahmen“ eingereicht
Was lange währt … Endlich ist unsere Große Anfrage an den Hamburger Senat zur Situation der Zentralen Notaufnahmen, der Intensivmedizin und dem Einsatz des Amts für Arbeitsschutz eingereicht. Wir arbeiten seit Monaten an dem Dokument und haben viele Beteiligte dabei einbezogen. Bei der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung haben Notaufnahmen und die Intensivmedizin eine tragende Rolle – sie retten Leben!
Ich hoffe, der Senat nutzt das Dokument für eine ehrliche Zäsur, denn immer wieder erreichen uns Beschwerden – seitens Patient_innen, seitens des Personal und seiner Interessenvertretungen. Mitte September werden die Antworten vorliegen!
Die Sache mit der Natur
Bevor das Hamburger Landesparlament Fahrt für seine nächste Etappe aufnimmt – die Tagesordnung der komnenden Bürgerschaftssitzung Ende August wurde heute in die Postfächer aller Abgeordneten verteilt – muss über die Doppelsitzung heute und gestern einiges gesagt werden.
Sie war nicht gerade von politischer Relevanz, sieht man einmal von der Einbringung des Doppelhaushalts 2013/2014 durch den Senat (verbissene Diskussion laut Abendblatt) und der Debatte um die unsoziale Flüchtlingspolitik der SPD ab. Weiterlesen
Etappensieg bei Lohndiskriminierung
Der Antrag der Hamburger Linksfraktion für einen Landesaktionsplan für mehr Beschäftigung von Frauen auf guten Arbeitsplätzen soll zum Teil vom Hamburger Senat verwirklicht werden. Diese Empfehlung sprach der Sozialausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft am 9. August 2012 aus. Weiterlesen
Fressfeinde und Geldwäsche
Der Alltag hat mich wieder. Ich finde gar nicht so leicht in ihn zurück. Montagmorgen will ich das Fraktionsbüro aufschließen und muss dreimal überlegen, mit welchem Schlüssel!
Meinem ersten Geldtransfer am Kiosk – Hamburger Zeitungen kaufen – fehlt die übliche Routine: Was kosten nochmal BILD, Mopo und Abendblatt zusammen? Ich gebe einen Schein. Der Obstsalat nebenan beim Händler kostet zwei Euro. Welche Münzen gebe ich? Der Schnack mit dem Händler bringt Zeitgewinn und erspart mir Peinlichkeit. Weiterlesen
Endreinigung
Am Ende jeden Urlaubs steht, sofern er in einem dänischen Ferienhaus stattgefunden hat, die Endreinigung. Der letzte Tag geht damit drauf, Ecken auszuwischen, Böden zu staubsaugen und zu feudeln, Wanne, Waschbecken und Armaturen zu wienern, unterm Bett Wollmäuse einzufangen, den Kühlschrank und die Mikrowelle von den beigebrachten Bakterien zu befreien. Weiterlesen
Terrorsoftware Fotokalender!
Strand, Dünen und Wolken geben zwar keine ungewöhnlichen, aber immer noch hübsche Motive ab. Aufnahmen aus den Ferien sind überhaupt die schönsten und auch kostengünstigen Mitbringsel – ganz im Gegensatz zu dem Urlaubskitsch, der Zuhause nur den Staub fängt. Circa fünfzehn Alben habe ich mittlerweile haptisch angelegt – Urlaubs aus vielen Jahren sind dort archiviert. Erst neulich habe ich in eines mal wieder hineingeschaut: Blåvand vor 14 Jahren.
Heute macht man das ja nicht mehr. Man hat seinen Onlinespeicher, man hat sein Facebook-Fotoalbum. Und dann gibt es die technischen Kaufhäuser, Fotoläden und reine Internetfirmen, die Fotobücher – und Fotokalender! – anbieten. Ganz einfach in nur wenigen Schritten, auch zum Verschenken! Weiterlesen
Massaker in beliebtem Urlaubsort
Blåvand (sprich: Blaavand) ist ein Örtchen an der Südwestküste Dänemarks, in dem eigentlich nur 200 Menschen leben. Seit Jahrzehnten erholen sich dort jedoch Tausende von Menschen, nicht wenige davon kommen aus Hamburg. Nicht wenige kommen regelmäßig wieder. Wir sind das zweite Mal nach 14 Jahren hier und freuen uns an diesem unglaublich weißen und weiten Sandstrand, an der Einfachheit des Ortes, von den touristischen Übertriebenheiten einmal abgesehen. Es gibt zuviele Klamottenläden. Es gibt einen irischen Pub, aus dem bereits vormittags versoffene Songs dröhnen. Es gibt zwar überall Postkarten und Strandmuscheln, aber keine Kopfschmerztabletten. Weiterlesen
Strandlöwe
Dänen bauen Ferienhäuser, sie duzen alle Menschen, ihre Landesflagge stellen sie überall zur Schau, sie machen lecker Hotdog – und Eis. Das dänische Eis zergeht im Mund wie eine Feder in der Luft fliegt. Dänisches Eis ist der halbe Urlaub. Man futtert es nicht nur zwischendurch so dahin. Es ist eine Mahlzeit. Ein Fest. Weiterlesen
Shades of Grey – ein Arztroman ist schlimmer
Fünfzehn Millionen Exemplare sind von dem Roman „Shades of Grey“ in den USA verkauft worden. Auch in Deutschland sprang er mit dem ersten Tag des Verkaufs von Null auf Platz 1 der Taschenbücher. Wenn ein Buch so erfolgreich ist, kommt kein Feuilleton drum herum, darüber zu schreiben. Und es hagelte Verrisse! Weiterlesen