Kinderarmut ist Mütterarmut

Anlässlich des Weltkindertages lud der Hamburger Kinderschutzbund in den Baseler Hof ein. Wir hörten Vorträge zur Kinderarmut. Der scheidende Präsident Professor Rauer zog eine ernüchternde Bilanz aus 20 Jahren Kampf gegen Verarmung von Kindern. Sie ist hingegen schlimmer geworden. Dennoch schaffe es das Thema kaum noch in die Medien. Weiterlesen

ÄrztInnen in Pflegeheimen

HeimärztInnen wurden vor Jahren in Hamburg abgeschafft. Der Sozialausschuss der hamburgischen Bürgerschaft befasste sich gestern in einer Anhörung mit der Thematik. Weiterlesen

Frauen in der Hafenlogistik

In sieben Wochen ist ein großartiges Wandbild entstanden, das heute mit einer Vernissage eingeweiht wurde. Elisabeth von Dücker, ehemals Museum der Arbeit, stellte das Bild vor und verlas Aussagen von Frauen, die im Hafen arbeiten und gearbeitet haben. Das Wandbild ist direkt vor dem alten Hafenbahnhof, Große Elbstraße 256, entstanden. Heute ist das eine Jazzkneipe und hat seinen alten Charme erhalten. Hier sind Bilder von der Veröffentlichung zu sehen .

Bürgerschaftssitzung 15. September 2010

Die Regierungserklärung des neuen Hamburger Bürgermeisters Ahlhaus hat aufgezeigt, dass in der Zeit bis zu dem nächsten Bürgerschaftswahlen die Stadt vermutlich mehr verwaltet als gestaltet werden wird. Der Kürzungshaushalt (wird am 22. September verkündet) wird durchgezogen werden und Christoph Ahlhaus hat nicht mit einer Silbe auf die Armut und Spaltung der Stadt hingewiesen. Weiterlesen

Warnstreik im Diakonieklinikum

Beschäftigte des Diakonieklinikums in Hamburg streiken für gleiche Rechte als ArbeitnehmerInnen. Sie fordern Tarifverträge mit ver.di und eine Bezahlung wie im öffentlichen Dienst. Sie fordern das Ende der Leiharbeit und ein keine Ausgliederungen von Teilbereichen. Weiterlesen

Die große Lüge vom Sparen

Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt, und das geht jetzt nicht mehr. Denn weil die Unternehmen eine Zeit lang weniger produzieren und verkaufen konnten und deswegen weniger Gewinne gemacht haben, konnten sie weniger Steuern zahlen. Darum fließt weniger Geld in die Haushaltskassen. Ist doch ganz einfach: Wir müssen deswegen sparen, weil es große Ausfälle gibt und demzufolge weniger ausgegeben werden kann. Wer will da widersprechen? Unter anderem ich. Weiterlesen

Ein Sonnabend am Schreibtisch

Während heute tausende Menschen in Berlin gegen den Datensammelwahn de Staates demonstrierten, habe ich am Schreibtisch gesessen und meine vergangene parlamentarische Woche nachgearbeitet und die nächste vorbereitet. Einen Berg von Papieren galt es abzuarbeiten, zu sortieren. Viele E-Mails mit Anhängen warteten darauf, endlich gründlich gelesen und ausgedruckt zu werden. Weiterlesen

Hilfe für die Suchthilfe!

Jugendhilfe e.V. bittet um Unterstützung: Der Verein möchte mit seinen Suchthilfeberatungstellen in einen leerstehenden Gebäudekomplex in Hamburg-Altona umziehen. Doch ein Bürgerbegehren macht dagegen mobil. Es ist das zweite Mal binnen weniger Monate in Hamburg, dass sich AnwohnerInnen und Gewerbetreibende gegen eine geplante Einrichtung der Suchthilfe wenden. Unverkennbar und unbelehrbar sin die Vorurteile: Es wird eine neue Drogenszene befürchtet, herumliegende Spritzen, gefährdete Kinder und überhaupt wachsende Kriminalität. Die Bezirksversammlung Altona hat sich geschlossen – CDU, SPD, Linke, GAL – für die Ansiedlung von Stay Alive ausgesprochen.

Kürzungen bei Frauenhäusern und Elternschulen

Die Länderhaushalte werden sich auch auf Kosten bedürftiger Frauen sanieren: Kürzungen für Frauenhäuser und Elternschulen stehen an. Darunter, dass in Schleswig-Holstein über 14 Prozent der Plätze in Frauenhäusern wegfallen werden, werden auch Hamburger Frauen leiden: Sie fanden manchmal Platz in den Frauenhäusern in Wedel oder Schwarzenbek. Ich habe hierzu eine Kleine Anfrage an den Senat gestellt und auch eine Presseerklärung herausgegeben. Weiterlesen

Warum ich Sarrazins Buch nicht lesen werden

Muss ich, um mitreden zu können, dieses Buch von Thilo Sarrazin lesen? Der Finanzmann steht seit Jahren für eine ganz bestimmte Form von Eitelkeit in seiner Selbstdarstellung, die mit der Reduzierung von gesellschaftlichen Zusammenhängen einhergeht. Was ich ihm neben seiner Manager-Arroganz hauptsächlich aber vorwerfe: Er nutzt seine Popularität nicht, um die von ihm kritisierten Zustände zu beseitigen. Er ist ein Heizer, der immer wieder Kohle nachlegt, aber das Feuer krititisiert. Er bedient den Stammtisch und den Boulevard. Weiterlesen