Erste Diskussion ums Wahlprogramm

Im Bezirk Eimsbüttel haben die LINKEN gestern über das Wahlprogramm diskutiert. Da ich die Aufgabe hatte, es vorzustellen, musste ich mir überlegen, wie das am Besten geht.

Ein ellenlanges Referat wäre nur langweilig gewesen. Und dann wäre noch ein Co-Referat gekommen und hundertptozentig fallen dann Meinungen und Bedürfnisse unter den Tisch.

Wenn circa 20 Leute eine Erwartung haben, aber auch jede und jeder eigene „Lieblingsthemen“, dann finde ich es wirklich schwer, allen gerecht zu werden. Daher habe ich eine Methode ausgewählt, mit der die Versammlung entscheiden konnte, welche Themen sie bespricht. Herausgekommen sind drei. Und das ging so:

Das Thema Wohnen war gesetzt, dafür hatte sich Herbert vorbereitet. Aber worüber sollte ich reden? Meine Idee: Ich habe aus dem Programmentwurf 20 Sätze und Aussagen aus allen Themenfeldern gezogen und sie auf DIN-a3-Papier kopiert.

Dann gabs für alle Anwesenden jeweils fünf Klebepunkte, die sie auf den Papieren verteilen konnten. Am Ende haben wir die zehn ausgesucht, die am meisten Punkte hatten, diese angeschaut und uns dann die beiden Aussagen mit den allermeisten Klebepunkten näher angeschaut.

Folgende Aussagen fanden den höchsten Zuspruch:
Keine Soldaten, keine Waffen, kein Geld für die Kriege dieser Welt!

und

Es darf keine weitere Privatisierung geben, bereits privatisierte Krankenhäuser wollen wir in öffentliche und nicht-kommerzielle Trägerschaften überführen.

Wo stehen beide Aussagen im Programm? Was steht umzu? Wir finden wir die Aussagen zu dem Thema? Was fehlt uns? Was fällt mir noch dazu ein? Es wurde klar, dass bei den Kriegsfrage noch viel Aufklärungsbedarf ist, weil die psychologische Kriegsführung in den Medien auch auf uns wirkt. Wenn wir im Wahlkampf an den Info-Ständen stehen, wollen wir überzeugen und nicht mit wackeligen Positionen dastehen.

Bei der Privatisierung geht es uns ganz klar um die Netze, aber auch um unsere Hamburger Krankenhäuser, die wir wieder in die öffentliche Hand zurück haben wollen. Und ums Wasser.

Insgesamt war eine solidarische, interessante Diskussion und auch Anregungen für Änderungsanträge wurden gegeben.

Ich hoffe, der Abend hat allen etwas gebracht. Was natürlich klar ist: Niemandem kann ich es abnehmen, selbst das Wahlprogramm zu lesen. Und ich hoffe, dass dies auch geschieht.

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